Prof.Dr. Fritz Dolder – Hochschule für Technik, Zürich

Die Fagaras Gratwanderroute bietet fantastische Bergwanderungen in einer atemberaubend wilden und einsamen Natur, wie man sie in Westeuropa nicht mehr findet. Berggewohnte Touristen aus den Alpen sollten allerdings die Anforderungen von Wanderungen in den Südkarpathen nicht unterschätzen: Obschon die Gipfel und Grate ?nur? Höhen zwischen 2000 und 2500 m erreichen, können die Touren dennoch recht anstrengend sein: Sie weisen teilweise ziemlich steile und auch rutschige Stellen (T3) auf, welche die volle Aufmerksamkeit des Wanderers erfordern. Die grossen Horizontaldistanzen zwischen den einzelnen Cabanas führen zudem zu recht langen Tagestouren: Tagesmärsche von 8 Stunden und mehr. Wie die Alpen bilden die Südkarpathen auch eine Wetterscheide zwischen Nord und Süd und kurzfristige Wetteränderungen sind deshalb häufig: Eine Stunde, nachdem wir in schönstem Sonnenschein den Gipfel des Moldoveanu (2544 m) verlassen hatten, war das ganze Gebiet voll im Nebel eingetaucht und man hätte wohl kaum mehr den Aufstieg zum Gipfel geschafft, geschweige denn noch eine Aussicht geniessen können. Bei Julian Cozma sind Bergwanderer in den besten Händen östlich der Alpen: Julian ist ein absoluter Spitzenprofi und führt seine Gäste ausserordentlich professionell. Er kennt nicht nur buchstäblich jeden einzelnen Stein in der Fagaras-Region, sondern hat auch eine erstklassige Nase für Wetteränderungen: Ohne dieses Wetterfeeling hätten wir das richtige ?Zeitfenster? für den Moldoveanu sicher nicht getroffen. Als Bergführer ist Julian Cozma auch ein richtiger Sicherheitsfreak: Er kann im Interesse der Sicherheit auch einmal streng mit einem Touristen sein: Aber er hat natürlich immer recht ! Wir wünschen Julian Cozma recht viel Erfolg (und vielleicht Hilfe aus Brüssel ?) bei der Verwirklichung seiner vielen ehrgeizigen Tourismusprojekte !

Prof.Dr. Fritz Dolder – Hochschule für Technik, Zürich / Schweiz – September 14-20, 2009