Kammwanderung Fogarasch Ost – West 25. – 29. Juli 2010

Frohen Mutes starteten wir (Iulian, sein Freund Andrei und ich) am 25. Juli 2010 aus Rudarita nach einer Anfahrt aus Kronstadt über Zernescht und Plaiul Foii auf welcher das Fahrzeug Dacia Logan seine Qualitäten als Geländefahrzeug unter Beweis gestellt hat

Auf einem wenig begangenen Pfad meisterten wir die erste Etappe der Kammwanderung bei gutem Wanderwetter und kamen am frühen Nachmittag auf dem Berevoescu (nach einem adrenalinsteigernden Treffen mit 15 Schäferhunde) an.

Am nächsten Tag ging es bei zunächst trockenem Wetter weiter, aber ab dem Zarnei-Sattel gab es z.T. kräftigen Regen so daß wir im “Großen Sambata Fenster” schnell die Zelte errichteten und anschließend im warmem Schlafsack die auf dem Primus gekochte Suppe genossen. Manchmal machen auch kleine Dinge glücklich…

Am 27. Juli entschieden wir uns trotz Regen, bis zum Podragul-Sattel zu gehen und von dort zur Podragul-Schutzhütte (2136m) abzusteigen (ich kannte diesen Kammabschnitt seit 1998). Bei strömendem Regen erklommen wir Vistea Mare (2527m) und machten den Abstecher auf den höchsten Gipfel Rumäniens, Moldoveanul (2544m). Auf der letzten Wegstrecke zur Schutzhütte riß die Wolkendecke auf und gewährte eine Blick auf die wunderschöne, teils felsige teils tiefgrüne Fogarascher Berglandschaft.

Der Empfang auf der Podragul – Schutzhütte war herzlich und mir wurde die seltene Ehre zuteil, in einem Einzelzimmer mit holzbefeuertem Kachelofen zu übernachten.

Nachdem die Wolkendecke am nächsten Tag 50m über der Schutzhütte lag und für den Kamm Regen + Schneeregen vorausgesagt wurde, entschlossen wir, auf besseres Wetter zu warten und einen Ausflug mit leichtem Rucksack zur auf 1520m gelegenen Schutzütte “Turnuri” zu machen. Auf dem Rückweg blies ein heftiger Nordwind und bald setzte der wohlbekannte Regen ein.

Als am vorletzten Tag der Tour (Donnerstag, 29. Juli 2010) das Wetter noch immer nicht gut war – man will ja auf einer Kammwanderung schließlich auch etwas sehen – beschloss ich, die Tour abzubrechen und abzusteigen.

Iulian und Andrei waren sehr angenehme Bergkameraden, in Viktoriastadt nahmen wir Abschied von Andrei und in Kronstadt auf der Terasse des Kolpinghauses trennte ich mich mit der Absicht, die Kammwanderung nächstes Jahr fortzusetzen, von Iulian.

Die Tour war sehr gut organisiert (Einschließlich Flughafentransfer, Hotel- und Schutzhüttenreservierung), Iulian ist absolut zuverlässig und geht flexibel auf Kundenwünsche ein. Ich empfehle ihn auf diesem Wege herzlichst.

Christian aus Stuttgart